Aktuelle
Gesetzesvorhaben
sowie Änderungen von Rechtsverordnungen
mit wehrrechtlichem Bezug
17.
Legislaturperiode des Deutschen Bundestages
Abgeschlossene Vorhaben sind in grauer Schrift dargestellt
(Auswahl)
Übersicht:
Allgemeine Informationen
Sitzungskalender des Deutschen Bundestages und des Bundesrates
(ebenfalls abrufbar: frühere Zeitpläne für die Jahre 2001, 2002, 2003, 2004, 2005 und 2006)![]()
Neueingänge beim Bundesrat (auch von der Bundesregierung beschlossene Gesetzentwürfe)
Hinweis: Über die Suchfunktion kann auch nach Eingängen mit Bezug zur Bundeswehr gesucht werden (Stichwort: "Bundeswehr")Gesetzesvorhaben in der Federführung des Bundesministeriums des Innern (BMI)
Das BMI stellt auf seiner Homepage die unter Federführung des BMI erstellten Gesetzes- und Verordnungsentwürfe zum kostenlosen Download zur VerfügungInformationen zu aktuellen Gesetzgebungsvorhaben
(zusammengestellt vom Nachrichtendienst "beck-aktuell" des Verlages Verlag C. H. Beck oHG, München)Liste der Beratungsvorgänge im Deutschen Bundestag - auch aus dem Ressortbereich "Verteidigung"
(aufrufbar über die Homepage des Deutschen Bundestages)Übersicht über die "Gesetzgebung auf dem Gebiet des Wehrrechts"
(abrufbar über die Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Wehrrecht und Humanitäres Völkerrecht e.V., siehe hier)siehe auch die Rubrik "Gesetzesmaterialien"
Gesetzesvorhaben der 15. Legislaturperiode: siehe hier.
Gesetzesvorhaben der 16. Legislaturperiode: siehe hier.
Fristen im Gesetzgebungsverfahren - Eine Übersicht (herausgegeben von den Wissenschaftlichen Diensten des Deutschen Bundestages)
Handbuch der Rechtsförmlichkeit (unentbehrliches Hilfsmittel zum Anfertigen von Rechtsvorschriften - auch als Online-Version im Angebot des Bundesministeriums der Justiz) - 2. Auflage 1999.
(Hinweis: Die 3. Auflage 2008 ist im Buchhandel zum Preis von 34,80 Euro erhältlich, siehe hier)
Die einzelnen Vorhaben
Durch den unter Federführung des BMJ erstellten Gesetzentwurf soll erstmals die Möglichkeit geschaffen werden, in Fällen überlanger Gerichtsverfahren und strafrechtlicher Ermittlungsverfahren eine so genannte "Verzögerungsrüge" zu erheben und gegebenenfalls Entschädigung (100 Euro pro Monat Verzögerung) zu verlangen. Dies soll auch für das gerichtliche Disziplinargerichtsverfahren (WDO) sowie das gerichtliche Antragsverfahren, die Rechtsbeschwerde und die Nichtzulassungsbeschwerde (WBO) gelten.
Mit der Neuregelung soll der Anspruch auf gerichtlichen Rechtsschutz in angemessener Zeit gesichert werden, der sowohl vom Grundgesetz als auch von der europäischen Menschenrechtskonvention garantiert wird. Bevor die Entschädigung geltend gemacht werden kann, soll der Betroffene die Verzögerung zunächst gegenüber dem Gericht rügen. Diese "Vorwarnung" biete den zuständigen Richtern Gelegenheit, bei berechtigter Kritik Abhilfe zu schaffen und schnell Maßnahmen zur Verfahrensförderung zu treffen (bspw. einen Termin für die mündliche Verhandlung anzusetzen oder ein noch ausstehendes Gutachten einzuholen). Geschieht dies nicht, soll Betroffene im zweiten Schritt nach drei Monaten Entschädigungsklage gegen den Staat erheben können, auch wenn das verzögerte Ausgangsverfahren noch andauert. Zuständig für solche Entschädigungsklagen sollen einheitlich die Oberlandesgerichte sein.
Der Ersatz soll die durch die Verzögerung entstandenen materiellen Schäden umfassen. Auch für immaterielle Nachteile soll Ersatz geleistet werden, soweit nicht - je nach Einzelfall - eine Wiedergutmachung auf andere Weise ausreichend ist.
(Quelle: Pressemitteilung des BMJ vom 8. April 2010)
Näheres zu dem Referentenentwurf vom 15. März 2010 siehe hier (Homepage BMJ)
Aus der Koalitionsvereinbarung:
Reduzierung der Wehrdienstzeit (Grundwehrdienst) bis zum 1. Januar 2011 auf sechs Monate (weitere Informationen hier).
= Gesetz zur Änderung wehrrechtlicher Vorschriften 2010 - siehe Gesetzesentwurf hier. Der Bundesrat hat das Wehrrechtsänderungsgesetz am 9. Juli 2010 gebilligt. Hiermit geht eine entsprechende Verkürzung des Zivildienstes einher. Die Bestimmung gilt erstmals für Wehr- und Zivildienstleistende, die ihren Dienst ab dem 1. Juli 2010 antreten (Siehe dazu hier).Der Bundesminister der Verteidigung setzt eine Kommission ein, die bis Ende 2010 einen Vorschlag für Eckpunkte einer neuen Organisationsstruktur der Bundeswehr, inklusive der Straffung der Führungs- und Verwaltungsstrukturen, zu erarbeiten hat (weitere Meldung hier).
Zudem verständigen sich die Koalitionspartner vor dem Hintergrund des demografischen Wandels darauf, mit Blick auf die personelle Einsatzfähigkeit ein Maßnahmenpaket zur Steigerung der Attraktivität des Dienstes in der Bundeswehr bis Ende 2010 vorzulegen. Es wird sich hierbei u. a. um die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Dienst, die Schaffung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten, die Reduzierung der Versetzungshäufigkeit und die zügige Fortführung der Modernisierung „Kasernen-West“ handeln.
Darüber hinaus gehende Änderungen, wie die Schaffung eines neuen Laufbahnrechts, werden realisiert.
Wir schaffen eine zentrale Zuständigkeit der Justiz für die Verfolgung von Straftaten von Soldaten, die diesen in Ausübung ihres Dienstes im Ausland vorgeworfen werden.
(Die Links verweisen auf aktuelle Printmeldungen und Unterseiten dieser Homepage zum Thema)
Weitere Meldungen aus den Printmedien über (mögliche) Gesetzesvorhaben
Überlegungen zur Einführung einer "Bundesbesoldungsordnung S" für Soldatinnen und Soldaten:
Siehe dazu den Beitrag von Jürgen Mangerich, hier nachzulesen.
Wer sich über den Gang eines Gesetzgebungsverfahrens, über die Befugnisse der Bundesregierung sowie "Zustimmungs-" und "Einspruchsgesetze" informieren möchte, dem seien die im Internet verfügbaren Skripten von Prof. Dr. Markus Heintzen, Freie Universität Berlin, Fachbereich Rechtswissenschaft, empfohlen. Sie können hier (Gang Gesetzgebungsverfahren), hier (Zustimmungs- und Einspruchsgesetze) sowie eine Übersicht der angebotenen Skripten hier eingesehen werden.
Quellen und Links für Gesetze, Verordnungen und Gesetzesmaterialien auf den verlinkten Seiten:
www.parlamentsspiegel.de, dip.bundestag.de, www.bundesgesetzblatt.de und Gesta.online (Stand der Gesetzgebung des Bundes)
Der Parlamentsspiegel ist ein gemeinsames Projekt der sechzehn deutschen Landesparlamente. Er weist über die Referenzdaten (Quellen) die Dokumente aller besonders wichtigen Initiativen (Gesetzentwürfe, Anträge, Anfragen u.a.) und ihre parlamentarische Behandlung nach. Die Nachweisdatenbank reicht bis 1986 zurück.
Letzte Änderung der Seite:
11.07.2010